Von Ann-Kathrin Raile – Tierärztin und Hundetrainerin mit Spezialisierung auf Probleme beim Autofahren
Wenn Hunde Probleme beim Autofahren haben, stehen viele Halter:innen schnell vor derselben Frage:
Reicht Hundetraining aus – oder braucht es Verhaltenstherapie?
Und wenn ja: bei wem eigentlich?
Diese Frage ist absolut nachvollziehbar. Bei der Beantwortung muss jedoch gut differenziert werden, denn Autofahrprobleme lassen sich weder alleine in den klassischen Hundetrainings-Bereich noch allein in den tiermedizinischen Bereich einordnen. Autotraining liegt nicht nur an der Schnittstelle dazwischen, es bedarf darüber hinaus auch einer ganzen Reihe von zusätzlichen Bedingungen die sich über ein reines "Kategorielabel" nicht abbilden lassen.
Dieser Artikel soll Orientierung geben. Nicht über Ausbildung, Titel oder Labels, sondern über Inhalte, Herangehensweisen und die Anforderungen, die dieses Thema tatsächlich stellt.
Begriffe sind uneinheitlich – der Blick dahinter ist entscheidend
Im Bereich Hundetraining, Verhaltensberatung, Verhaltensmedizin und Verhaltenstherapie gibt es keine einheitlichen, verbindlichen Definitionen.
Hundetrainer:innen: Hundetrainer:innen arbeiten auf sehr unterschiedlichen Grundlagen:
mit verschieden intensiven Ausbildungen, sehr unterschiedlichen Praxisanteilen, unterschiedlichen theoretischen Hintergründen, unterschiedlichen persönlichen Haltungen und ganz eigenen Schwerpunkten. Das allein ist zunächst weder gut noch schlecht – erklärt aber, warum die Qualität und Ausrichtung bei einer bestimmten Problematik, wie beispielsweise dem Autofahren, so stark variieren kann. Es gibt hier kein einheitlich geregeltes Ausbildungssystem.
Tierärzt:innen: Ein abgeschlossenes tiermedizinisches Studium eröffnet Wege in viele unterschiedliche Fachrichtungen. Die tierärztliche Verhaltensmedizin bzw. Verhaltenstherapie ist dabei eine spezialisierte Nische innerhalb der Tiermedizin – vergleichbar mit anderen Spezialisierungen wie z. B. der Kardiologie.
Und zugleich ist es eine sehr kleine Nische, denn nur wenige Tierärzt:innen entscheiden sich für diesen Schwerpunkt.
Da es nur sehr wenig Tierärzte mit dieser Spezialisierung gibt, ist dieses Fachgebiet wenig bekannt.
Unterschiedliche Arbeitsweisen innerhalb der Tiermedizin
Auch unter Tierärzt:innen mit verhaltensmedizinischem bzw. verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt gibt es sehr unterschiedliche Herangehensweisen:
- Tierärzt:innen mit kurativem Schwerpunkt, die zusätzlich verhaltensmedizinisch arbeiten
Sie klären bei auffälligem Verhalten körperliche Ursachen ab und behandeln diese. Dabei beurteilen sie u.a. medizinische Einflussfaktoren auf Verhalten und setzen bei Bedarf auch Medikamente ein. Hierbei geht es aber nicht nur um körperliche Erkrankungen, sondern auch um teilweise schwerwiegende Verhaltensprobleme. Nicht alle haben eine "klassisch" medizinische Ursache. Häufig wird ergänzend ein Trainingsplan erstellt und die Umsetzung an Hundetrainer:innen abgegeben. Die Perspektive ist i.d.R. Ganzheitlich und bezieht weitere Themenfelder wie Verhaltenstherapie oder Ernährungsberatung mit ein. - Tierärzt:innen mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt, die die Therapie selbst begleiten
Die medizinische Abklärung wird dabei koordiniert bzw. an Kolleg:innen übergeben, während Training, Management, Begleitung und Prozesssteuerung selbst übernommen werden. Der Schwerpunkt liegt also auf dem Training selbst - und zwar unter Einbeziehung medizinscher Faktoren sowie Management, Wissensvermittlung und Prozessbegleitung. Kennzeichnend ist auch hier eine ganzheitliche Perspektive, die bei individuellem Bedarf auch Aspekte wie Medikamente, Physiotherapie oder Ernähungsberatung einbezieht. - Tierärzt:innen, die beides kombinieren
Einige Tierärzt:innen kombinieren die medizinische Abklärung als auch Training und therapeutische Begleitung miteinander oder führen parallel eine Hundeschule.
Diese Vielfalt aus Hundetrainer:innen und Tierärzt:innen mit unterschiedlichwn Schwerpunkten und Vorgehensweisen ist wichtig – und grundsätzlich sehr wertvoll. Entscheidend ist jedoch, wie gut diese Arbeitsweise zum jeweiligen Problem passt.
Warum Autofahrprobleme besondere Anforderungen stellen
Autofahren ist kein isoliertes Verhalten, das man „einfach trainiert“.
Es ist eine komplexe Situation, in der mehrere Ebenen gleichzeitig wirken und dabei eine hohe Dynamik haben:
- körperliche Prozesse (z. B. Gleichgewicht, Übelkeit, Schmerz)
- emotionale Reaktionen (z.B. Angst, Frustration)
- Lernprozesse und Verknüpfungen
- Stressphysiologie
- Alltagszwänge und Zeitdruck
- die emotionale Belastung der Menschen
Zudem sind die Rahmenbedingungen oft erschwert:
- Es gibt keine "standardisierten", sondern oft nur schwer kontrollierbare Rahmenbedingungen, vor allem auf höheren Trainingsstufen
- Es muss enorm kleinschrittig und auf einem hohen Trainingsniveau gearbeitet werden, was eine sehr engmaschige Betreuung über einen langen Zeitraum erfordert
- Die Strukturen des Therapeuten müssen auf die individuellen Anforderungen des Autotrainings ausgerichtet sein, die auf unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig liegen
- Die emotionale Belastung der Menschen muss ausreichend abgefangen und die jeweilige Lebensrealität einbezogen werden
- Es müssen mehrere unterschiedliche Problemthemen gleichzeitig beachtet werden, einige davon können in unterschiedlichen Themenfeldern liegen (z.B. Angst und Reiseübelkeit)
- Die Betreuung von hoch dynamischen und facettenreichen Prozessen erfordert teilweise sehr viel spezifische Erfahrung
- Die notwendigen Trainerskills liegen auf einem sehr hohen Niveau, das über den Bedarf für normales Hundetraining oftmals hinaus geht. Hierbei muss ein sauberer Trasnfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen über unterschiedliche Prozesse auf die praktische Ebene erfolgen und dabei müssen unterschiedliche Aspekte berücksichtigt und priorisiert werden, vor allem wenn sich diese gegenseitig "ausschließen"
Außerdem kommen erschwerende Bedingungen des Alltags hinzu. Beispielsweise müssen Alltagsfahrten fachlich abgefangen werden, da auf diese nur selten verzichtet werden kann. Das Problem: Autofahrt ist eine Lernerfahrung.
Und diese Lernerfahrungen haben sehr unterschiedliche Konsequenzen:
Manche lassen sich leicht auffangen, andere können Wochen oder Monate zusätzlicher therapeutischer Arbeit nach sich ziehen. Weitere Informationen hierzu finden sich im Blogbeitrag "Ist Verhaltenstherapie möglich, obwohl der Hund im Alltag weiter Auto fahren muss?"
Es ist komplex und das bringt viele Anforderungen mit sich, die gleichermaßen durch die Verhaltehstherapie angeleitet und getragen werden müssen. Genau hier liegt einer der häufigsten Gründe, warum Autofahrprobleme eskalieren – unabhängig davon, ob sie ursprünglich aus dem Trainings- oder aus dem medizinischen Kontext betrachtet wurden.
Was wir auch oft erleben sind Hundebesitzer, die nach eigener Asukunft von Trainern die Information erhalten haben, dass man bei Autiproblemen nichts machen könne. Gleichezitig gibt es Trainer mit einer sehr guten Ausbildung, die Autofahrprobleme trotzdem zu uns schicken, weil sie um die Komplexiität des Themas wissen und hier auf Speziakisierung vertrauen.
Warum weder reines Hundetraining noch reine Medizin ausreichen
Klassisches Hundetraining ist sehr wichtig und hierfür gibt es auch einen hohen Bedarf. Wichtig ist dabei, dass Hundetrainer:innen eine faire Herangehensweise mit guter fachlicher Expertiese kombinieren.
Und die Tiermedizin ist unverzichtbar, wenn körperliche Faktoren eine Rolle spielen oder ausgeschlossen werden müssen.
Beim Autofahren greifen diese Ebenen jedoch untrennbar ineinander.
- Wer ausschließlich trainiert, ohne medizinische Aspekte wirklich einordnen zu können, übersieht mögliche Ursachen. Selbst dann, wenn es keine "offensichtlichen" körperlichen Baustellen gibt, sollte medizinisch mitgedacht werden.
- Wer ausschließlich medizinisch arbeitet, ohne Lernprozesse mitzudenken, greift ebenfalls zu kurz.
In der Praxis erleben wir dieses Ping-Pong regelmäßig:
Trainer:innen verweisen an Tierärzt:innen – Tierärzt:innen wieder an Trainer:innen.
Der Hund bleibt dazwischen.
Das ist kein individueller Fehler, sondern Systemlogik, weil es die Strukturen oft gar nicht anders her geben.
Um zu verdeutlichen was gemeint ist, mache ich an dieser Stelle unsere eigenen Strukturen transparent:
Wenn wir begleiten, dann tun wir das über Monate. Wir starten mit einer ausführlichen Anamnese und das ist nur der Startpunkt. Tatsächlich lernen wir das Team erst im Verlauf der Therapie richtig kennen, wenn es viele einzelne Kontaktpunkte über eine lange Zeit gibt. Wir arbeiten über kurze Feedbackschleifen mit engmaschiger Kontrolle und ständiger Neuanpassung des Therapieplans. Aktuell haben Teams bei uns in der Betreuung beispielsweise 6 - 15 mal in der Woche die Chance an einer offenen Sprechstunde teilzunehmen. Auch außerhalb der Sprechstunden gibt es jederzeit die Möglichkeit Fragen zu stellen und sich darüber hinaus mit anderen Betroffenen auszutauschen. Neben den Trainingssprechstunden gibt es auch Sprechstunden zu Themen wie Mindset oder Ernährung und bei Bedarf können zusätzliche Einzeltermine gebucht werden. Auf diese Weise arbeiten wir über viele Monate mit den Besitzern zusammen und sehen die Hunde regelmäßig. Die eigentlichen Trainingseinheiten dauern gerade zu Beginn nur 5-15 Minuten, ob ein Team einmal in der Woche zur Sprechstunde geht oder mehrmals, kann das Team nach dem eigenen Bedarf entscheiden.
Wir machen ausschließlich eine individuelle Verhaltenstherapie, unsere Struktur überarbeiten wir regelmäßig. Sie sind über mehrere Jahre aus dem tatsächlichen Bedarf für dieses Thema gewachsen und sie ermöglichen uns eine engmaschige Begleitung, Verlaufskontrolle mit frühzeitiger Anpassung des Trainings sowie Flexibilität, Orientierung emotionales Aufgefangenwerden für den Besitzer. Viele Teams profitieren außerdem von optional zusätzlichen medizinischen Beratungsangeboten (z.B. Ernährungsberatung), da diese sinnvoll in die Verhaltenstherapie integriert werden können. Wenn wir die Hunde sehen haben wir medizinische Zusammenhänge ebenso im Blick wie Lerntheoretische, Management und Mindset.
Warum Spezialisierung hier den Unterschied macht
Autofahrprobleme sind kein Randthema unserer Arbeit – sie sind unser Thema.
Wir begleiten seit vielen Jahren ausschließlich Hunde-Mensch-Teams mit Problemen beim Autofahren und haben dabei über 1000 Teams beraten, angeleitet und therapeutisch begleitet – online, engmaschig und alltagsnah.
Dieser Erfahrungsschatz verändert den Blick auf das Thema:
- Wir kennen typische Fehlentwicklungen sehr früh.
- Wir wissen, welche Lernerfahrungen kritisch sind – und welche gut abfangbar.
- Wir haben klare Strategien für Alltagsfahrten, Urlaubsfahrten und Phasen mit ungünstigen Rahmenbedingungen.
- Wir arbeiten ohne Druck, ohne Zwang und lehnen es konsequent ab, Hunde bewusst in Stress zu bringen, „um zu sehen, wie sie reagieren“.
- Medizinische Aspekte werden nicht nur durch Überweisungen abgeklärt, sondern im gesamten Prozess mitgedacht und – wenn nötig – koordiniert. Dabei arbeiten wir mit den vor Ort betreuenden Haus- und Fachtierärzten zusammen.
Nach unserem aktuellen Kenntnisstand sind wir in Europa die einzigen, die sich ausschließlich und spezialisiert verhaltenstherapeutiesch mit Problemen beim Autofahren befassen.
Zumindest ist uns bislang kein vergleichbares Angebot bekannt.
Entsprechend begleiten wir mittlerweile nicht nur Hunde-Mensch-Teams aus ganz Deutschland, sondern auch aus anderen europäischen Ländern.
Zudem werden uns Hunde sowohl von Kolleg:innen aus der Tiermedizin als auch von Hundetrainer:innen und Tierärzt:innen mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt überwiesen – ebenso kommen regelmäßig Fachkolleg:innen mit ihren privaten Hunden zu uns ins Training. Wir betreuen hauptsächlich private Hundehalter, bei freien Kapazitäten begleiten wir aber auch Hundetrainer, Tierärzte und Verhaltenstierärzte mit ihren privaten Hunden.
Gleichzeitig überweisen wir bei anderen Themenfeldern auch selbst an Kolleg:innen - je Thema sowohl an Hundetrainer wie auch an Tierärzte. Wir legen Wert auf eine gute und wertschätzende Zusammenarbeit im Sinne des Tieres und denken es braucht Generalisten ebenso wie es Spezialisten braucht.
Woran man gute Begleitung erkennen kann – unabhängig vom Titel
Unabhängig von Berufsbezeichnungen können sich Halter:innen folgende Fragen stellen:
- Wird der Hund jemals bewusst in Stress gebracht, um „zu testen“, wie er reagiert?
- Wird mit Konzepten wie Durchsetzen, Dominanz oder „da muss er durch“ argumentiert?
- Ist das Training zu jedem Zeitpunkt gewaltfrei?
- Werden auch leise Stresssignale ernst genommen – nicht nur offensichtliche?
- Gibt es klare Strategien für Alltags- und Urlaubsfahrten?
- Werden medizinische Aspekte wirklich integriert – nicht nur erwähnt?
- Steht das Wohlbefinden des Hundes jederzeit über dem Funktionieren?
- Wie werden medizinische Aspekte auch im Verlauf der Therapie mitgedacht?
- Wie werden Lernprozesse bei medizinischen Anteilen mitgedacht und berücksichtigt?
- Wie gestaltet sich der individuelle Erfahrungsschatz für das Thema?
- Wie engmaschig findet eine Betreuung statt?
- Werden Trainingsschritte konkret angeleitet (das WAS, das WIE und die feinen Details worauf es bei der Umsetzung ankommt?
- Wie wird die praktische Umsetzung des Trainings überprüft? Nur in konstruierten Situationen oder das Training selbst?
- Muss der Hund zum Training irgendwo hin fahren?
- Wie wird sicher gestellt dass die Anwesenheit anderer Personen (z.B. des Trainers) das Training nicht beeinflusst?
- Wie genau werden Hintergründe und Zusammenhänge erklärt?
- Wie werden Rückschritte angefangen und welche Sicherungsstrategien gibt es?
- Welche individuelle Qualifizierung und Spezialisierung bringt die anleitende Person mit?
- Werden Chancen und Grenzen, Aufwand und Herausforderungen im Verlauf der Betreuung transparent besprochen?
- Wird in jedem Moment zu gunsten des Hundes entschieden oder zumindest mitgedacht, wie ungünstige Situationen abgefangen werden können?
Diese Fragen sind oft aussagekräftiger als jedes Label.
Warum frühes Handeln kein Übertreiben ist
Uns ist wichtig zu sagen:
Wir möchten nicht nur schwere Fälle begleiten, die unzählige Fehlversuche hinter sich haben. Wir möchten auch die begleiten, die gerade am Anfang stehen.
Frühes Handeln bedeutet:
- weniger Leid für den Hund
- weniger emotionale Belastung für den Menschen
- kürzere, stabilere Prozesse
Dass wir auch sehr komplexe, langjährige Probleme begleiten können, heißt nicht, dass ein Thema erst „groß genug“ sein muss, um ernst genommen zu werden. Auch wir freuen uns, wenn Hunde in einem frühen Stadium zu uns kommen.
Vernetzung statt Konkurrenz
Gute Arbeit lebt von Vernetzung.
Es braucht Generalist:innen und Spezialist:innen – und die Bereitschaft, ehrlich zu schauen, wo welches Thema am besten aufgehoben ist.
Wenn Hunde bei uns zusätzliche Themen zeigen oder wir entsprechende Anfragen bekommen, schicken wir weiter - zu Hundetrainer:innen und Tierärzt:innen.
Genauso wünschen wir uns, dass Autofahrprobleme frühzeitig dort ankommen, wo sie in ihrer ganzen Komplexität gesehen und begleitet werden können.
Gemeinsam fürs Tier. Letztlich hat jede Entscheidung mit der Liebe zum Tier begonnen. Die Entscheidung für den eigenen Hund, die Entscheidung für den Beruf des Hundetrainers, die Entscheidung für den Beruf des Tierarztes. Wir alle haben uns entschieden, weil uns Tiere, weil uns Hunde wichtig sind und wir uns mit ihnen verbunden fühlen. Gleichzeitig stehen wir alle in unserer eigenen Rolle unter Druck. Jeder - ob Hundehalter:inn, Hundetrainer:inn oder Tieräzt:inn - möchte alles richtig machen. Jeder will den eigenen Ansprüchen gerecht werden, dem Hund gerecht werden und gleichzeitig auch noch die Anforderungen erfüllen, die von außen kommen. Wir glauben, dass Vernetzung und Spezialisierung hier entlasten können. Weil keiner alles alleine schaffen muss, weil keiner in jedem Thema perfekt sein muss und weil das Leben nicht nur aus einer, sondern aus unzähligen Facetten besteht.
Unsere persönliche Perspektive: Wir haben nicht den Anspruch in jedem Thema gut zu sein, aber wir wollen in unserem Thema gut sein, sehr gut. Wir mussten in den Jahren aber auch lernen, dass "fachlich gut sein" allein noch nicht reicht. Es bedarf unterschiedlicher Ebenen, die oftmals gleichzeitig erfüllt sein müssen. Das ist der Grund, warum unsere Strukturen mit dem Bedarf gewachsen sind und warum sie heute so sind wie sie sind und warum sie sich auch immer wieder weiter entwickeln.
Unser größtes Learning
Unser größtes Learning in all den Jahren war, dass einer der allerwichtigsten Erfolgsfaktoren im Autotraining der Mensch ist. Alles steht und fällt mit dem Besitzer: das Verstehen der Zusammenhänge, die Umsetzung im Alltag, das Management zwischen den Trainingsschritten, der Umgang mit Rückschlägen und mit den eigenen Emotionen. Auch wenn fachlich vieles klar ist und natürlich auch hoch relevant ist, entscheidet am Ende immer der Mensch darüber, wie tragfähig ein Trainingsprozess wird.
Für uns persönlich war das zunächst eine ernüchternde Erkenntnis – gerade weil wir großen Wert auf Fachlichkeit, Präzision, Zusammenhänge und metareflektives Arbeiten legen. Gleichzeitig war genau das der Punkt, aus dem sich unsere Arbeit weiterentwickelt hat: Autoverhaltenstherapie funktioniert nur dann nachhaltig, wenn nicht nur der Hund, sondern auch der Mensch gesehen, abgeholt und strukturell begleitet wird. Genau hier ist in den letzten Jahren unser heutiges System entstanden – weil wir gelernt haben, dass fachlich korrektes Arbeiten erst dann wirksam wird, wenn der Mensch es tragen kann.
Fazit
Autofahrprobleme sind kein klassisches Hundetrainings-Thema – und kein rein medizinisches.
Sie brauchen einen spezialisierten, integrierten Blick, Erfahrung und auch passende Strukturen, die dem Alltag der Menschen standhalten.
Nicht das Label entscheidet.
Sondern die fachliche Tiefe der Arbeit.
Wenn du selbst einen Hund hast der Probleme beim Autofahren zeigt, dann nutze unseren Blog und unseren "Autofahren mit Hund" Podcast, um dich weiter zu informieren und eine neue Perspetkive auf das Thema zu bekommen.
Der erste Schitt für eine Veränderung beginnt mit dem Mut hinzuschauen und das Gesehen in die Entscheidung für das eigene Handeln zu integrieren.






